Unser Blog

Einblicke in unsere Arbeit

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25.06.19 – Das Gemüse kommt!

Liebe Mitglieder,

ganz langsam ist der Sommer auch im Boden angekommen und das Gemüse(-wachstum) nimmt spürbar an Fahrt auf. Die Rote Beete, der Fenchel , der Mangold und die Karotten stehen in den Startlöchern und werden in den nächsten Wochen in der Kiste sein. Die allerersten Gurken und Zucchini werden sich auch demnächst einfinden.

Und Rosita kümmert sich nach wie vor so fürsorglich und verlässlich um die Tomaten, dass diese auch schon anfangen zu reifen. Auch die Melonen entwickeln sich schön und die letzten Aussaaten für das Winter-/Lagergemüse sind gemacht.

Es gibt sehr viel zu tun und wer Zeit und Lust hat ist Donnerstags von 14:30 -16:30 herzlich eingeladen, mitzumachen. Die Hochsaison im Anbau geht bis Anfang/Mitte August. Dann stehen die Kulturen soweit da, dass eigentlich nichts mehr schiefgehen kann, aber bis dahin sind wir noch gefordert.

Was noch ein Thema ist, was in Gesprächen immer wieder auftaucht, ist das der samenfesten Sorten.

Da wir fast ausschließlich „samenfeste Sorten“ verwenden und das, wie es scheint nicht allzuviele wissen, wollten wir noch mal ganz kurz darauf eingehen was das ist und was es für Auswirkungen auf die Ernte hat. Was das genau ist könnt ihr hier nachlesen https://de.wikipedia.org/wiki/Nachbau_(Saatgut). Im Alltag bedeutet es, dass einige der samenfesten Sorten (vor allem bei den Kohlarten) zwischen 10 und 30% geringeren Ertrag haben wie die herkömmlich gezüchteten Hybridsorten.

Außerdem sind fast alle Sorten deutlich langsamer in der Entwicklungszeit und eben nicht so homogen das der Großteil sich gleichzeitig entwickelt und damit auch zeitgleich reif wird. Auch Qualitätsmerkmale sind bei den konventionell gezüchteten Sorten meist besser.

Vorteile der samenfesten Sorten sind vor allem politischer Natur, da hinter diesen Sorten keine internationalen Konzerne stehen die ihr Geld auch mit Patenten auf Pflanzen verdienen, sondern bäuerliche Betriebe die die Züchtung und Vermehrung übernehmen.

Weitere Vorteile sind oft besserer Geschmack, höhere Konzentrationen von gewünschten Inhaltsstoffen, etc.

Oft werden diese Sorten dann auch als „alte Sorten“ bezeichnet.

Näheres dazu können wir auf der nächsten Mitgliederversammlung erzählen.

Eure Gärtner aus Jolling

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30.05.19 – Zum Stand des Gemüseanbaus

Liebe Mitglieder,

da sich im Moment sicher einige fragen, wo das Gemüse bleibt, ein paar erklärende Worte aus Gärtner-Sicht.

In München hat es bisher an jedem einzelnen Tag im Mai geregnet. Und von der Sonne war so gut wie nichts zu sehen. Bis Christi Himmelfahrt haben die Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in der Landeshauptstadt 27,9 Stunden Sonnenschein gemessen. Viel zu wenig – im Schnitt scheint die Sonne im ganzen Mai 184,8 Stunden. Außerdem ist es viel zu kalt. Die Durchschnittstemperatur liegt zurzeit bei 10,8 Grad. Zuletzt war es im Jahr 1991 so kalt.“
Quelle: Münchner Merkur

 Das Wetter, bzw. die Tagesdurchschnittstemperatur ist maßgeblich dafür verantwortlich, wie schnell eine Pflanze wächst. Wenn die Nachttemperaturen über 10 Grad steigen, beginnt das volle Wachstum der Pflanzen, die Lebensprozesse im Boden beschleunigen sich und der für das Pflanzenwachstum wichtige Stickstoff wird im Boden umgesetzt. Unter 10 Grad Nachttemperatur wachsen die Pflanzen nur sehr verhalten und im Boden passiert entsprechend wenig.

An vielen Tagen im Mai konnten wir morgens eine Temperatur um die 4,5 Grad messen und das Tagesmittel schwankte um die 10 Grad.

Der viele Regen tut sein übriges. In Chieming wurden im Mai 205 l Niederschlag pro Quadratmeter gemessen, das entspricht einem guten Drittel der Jahresgesamtniederschlagsmenge in Chieming 2018.

Das bedeuet für uns, dass wir tagelang nicht aufs Feld können, um wichtige Pflanz- und Pflegearbeiten zu machen.

Erschwerend kam hinzu, dass uns der viele Schnee vergangenes Jahr zwei Folientunnel eingedrückt hat. In beiden Tunneln waren frühe Salate, Radieschen, Rettich und Rucola geplant. Die geplante Pflanzung war Anfang Januar. Bei der ersten Gemeinschaftsaktion haben wir nach der Schneeschmelze die Tunnel mit euch wieder aufgebaut, das war am 23. März. Entsprechend spät konnten wir erst ins Jahr starten.

Soviel zum Wetter und seine Auswirkungen auf die Gemüsemenge.

Nur zum Vergleich: Ein Gemeinschaftsgarten bei uns in der Nähe, hat letzte Woche das erste mal in diesem Jahr geerntet. Die Kiste beim Kartoffelkombinat der Kalenderwoche 21 beinhaltet: Pastinaken (Lager), eingekochte Passata (Lager), Kartoffeln (Lager), Rettich, Salat, Kräuterbund. Dazu muss man wissen, dass das Kartoffelkombinat 40 % Handelsware zukauft und nur 60 % selbst anbaut.

Selbst auf dem Bauernmarkt werdet ihr Gemüse aus Italien und Spanien finden.

Es wurde vorgeschlagen, dass wir bei geringer Gemüsemenge Abholtage ausfallen lassen, dass sich die Anfahrt für euch lohnt. Das ist aus gärtnerischer Sicht schwierig, da manche Gemüse nur ein sehr kleines Erntefenster haben, das heißt eine Woche später geerntet, ist das Radieschen geplatzt (was sie eh schon gemacht haben), der Rettich und der Rucola blühen.

Wir sind uns bewusst, dass die Gemüsemenge im Moment noch klein ist und arbeiten daran, dass zu ändern, in dem wir mehr pflanzen und den Lagergemüseanteil fürs nächste Jahr erhöhen. Als Aussicht für euch: Die nächsten Abholtage wird es noch eher wenig bleiben, aber die Tomaten und Gurken im Gewächshaus wachsen gut, Kohlrabi, Mangold, Rote Beete und Fenchel stehen in den Startlöcher.

Diese Woche werden wir auch getrocknete Teekräuter ausgeben, die wir an regnerischen Tagen getrocknet und abgefüllt haben.

Das heißt konkret die nächsten Wochen noch eher wenig und dann steigt die Gemüsemenge stetig an.

Ein Gutes hat der viele Regen schon, wir müssen nicht gießen.

In diesem Sinne regnerische Grüße aus Jolling
Eure Gärtner
Moritz und Johannes

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  • Moritz und Hannes berichten über unsere gärtnerische Praxis.

16.02.19 Betriebsführung

Unsere erste Betriebsführung war gut besucht und ein voller Erfolg. Bei herrlichstem Wetter haben wir uns auf einem Rundgang durch die Gärtnerei, in der schon ganz viel wächst, die verschiedenen Arbeitsbereiche und -werkzeuge angesehen: Jungpflanzenzucht (Einsaat und Aufzucht), Pflanz- und Sähmaschine, Abflämmgerät und Einachsbulldog. Reges Interesse und viele Fragen ergaben ein angeregtes Gespräch

01.02.19 Blick in den Gemüsekindergarten

Euer Gemüse wächst prächtig heran. Und bereits zu Saisonbeginn gibts schon was zu improvisieren: Der starke Schneefall hat 3 Folientunnel gekillt (einen komplett incl. Gestänge auf den Boden umgedrückt, bei zweien mussten wir in einer Not-OP die Folien aufschneiden, um wenigstens das Gestänge zu retten). Nun muss das Frühgemüse wo anders wachsen, aber noch haben wir genug Platz.

  • Mannshohe Gelberüben.

31.01.19 Infoveranstaltung Marias Kino

100 Besucher, 50% haben ernsthaftes Interesse bekundet und 5 neue GenossInnen sind gleich im Kino beigetreten! War eine angeregte Veranstaltung und hat richtig Spaß gemacht. Offensichtlich ein gutes Projekt, das die Leute anfixt.